Planung

Wenns um Urlaube geht, kann ich mich zum Planungsfetischisten entwickeln. Aber Planen macht mir dann auch Spaß, weil ich so schon halb im Urlaub bin. Außerdem wollte ich natürlich alles so perfekt *hüstel* wie möglich haben...

Informationsquellen

Eine geniale Infoquelle war das USA-Reise-Forum. Was da an Expertenwissen versammelt ist, ist glaube ich kaum zu schlagen. Außerdem werden Sie da wirklich gerne geholfen! Warme Empfehlung, herzlichen Dank und beste Grüße dorthin an dieser Stelle.

Unter anderm dort habe ich auch ein paar super Reiseberichte und Webseiten aufgetan, unter diesen:


Ähm, ja, und dann gibts natürlich noch Reiseführer. Es soll Leute geben, die haben sich darüber lustig gemacht, wieviele ich - wenn auch günstig gebraucht - gekauft habe:

Grundmann - USA der ganze Westen Grundmann - USA der ganze Westen
Der Klassiker für USA-Reisen. Zu Planungszwecken auch wahrscheinlich der beste von allen die ich kenne. Besonders gut gefallen haben mir der übersichtliche Aufbau und die clever gemachten Inhaltsverzeichnisse.
Iwanowski - USA/Westen Iwanowski's USA/Westen
Hat mir zum Lesen besser gefallen als der Grundmann, ist aber zum Planen imho etwas weniger gut geeignet. Insgesamt scheint mir auch die Auswahl der beschriebenen Ziele im Iwanowski etwas selektiv zu sein. Die Iwanowkis beschreiben die Sehenswürdigkeiten entlang der vorgeschlagenen Routen recht genau, Dinge die aber abseits dieser Routen liegen, finden gar keine Erwähnung. Das sehr sehenswerte John Day Fossil Beds National Monument in Oregon ist z.B. in beiden (!) Iwanowkis nicht drin. Der Grundmann berichtet da etwas gleichmäßiger.
Iwanowski - USA/Nordwesten Iwanowski's USA/Nordwesten
Nicht soo viel ausführlicher als der Iwanowski Westen. Wesentlicher Unterschied ist, dass er noch die Dakotas, Südwestkanada und Wyoming behandelt, dafür aber Arizona und den Süden von Kalifornien, Nevada und Utah nicht.
Velbinger - Oregon, Washington Velbinger - Oregon, Washington
Hat mir nicht so gut gefallen. Nicht übermäßig ausführlich, und weniger Beschreibungen zu Routen, dafür mehr zu Städten oder Gastronomie. Außerdem sehr (zu?) ausführliche Kapitel zu allgemeinen Reiseinformationen.
pmv - USA: Nordwesten Peter Meyer Verlag - USA: Nordwesten
Netter, kleiner Reiseführer über Washington, Oregon und Idaho und Yellowstone. Hat mir recht gut gefallen.
Lonely Planet - USA Lonely Planet - USA
Typischer Loney Planet. Da er die gesamten USA behandelt aber nicht sehr ausführlich zu den einzelnen Reisezielen. (englisch-sprachig)
Lonely Planet - California Lonely Planet - California
Klassischer Loney Planet. Vollgestopft mit Informationen. Nicht so schön zu lesen aber was die Informationsdichte betrifft unschlagbar. (englisch-sprachig)
Lonely Planet - Pacific Northwest Lonely Planet - Pacific Northwest
Auch ein super Führer. Fast 900 Seiten vollgestopft mit Informationen. Extrem ausführlich und zudem ver(sch)wendet er nicht das halbe Buch für allgemeinen Reiseinformationen, die letztlich für alle Regionen der USA mehr oder minder gleich sind. (englisch-sprachig)
Lonely Planet - Rocky Mountains Lonely Planet - Rocky Mountains
Hier gilt genau das gleiche wie bei den beiden vorherigen Loney Planets...
Moon Travel Handbooks
hatte ich dann auch noch ein paar. Vom Stil ähnlich wie die Lonely Planets, aber nochmal ausführlicher. Vielleicht eher was für die zweite oder dritte Amerikareise oder wenn man sich ein kleines Gebiet sehr ausführlich angucken möchte.

Moon Travel Handbook - Utah Moon Travel Handbook - Oregon Moon Travel Handbook - Washington Moon Travel Handbook - Northern California

Empfehlung:

Mit dem Grundmann kann man meiner Meinung nach absolut nichts falsch machen. Wer detailliertere Informationen haben möchte, dem seien die Lonely Planets zu den entsprechenden Regionen (nicht der zu den USA allgemein) wärmstens empfohlen. Zum schmökern und einfach Spaß haben beim Durchlesen würde ich "Iwanowski - USA Der Westen" empfehlen.

Insgesamt war mein Eindruck, dass die Lonely Planets (abgesehen von den doch sehr speziellen Moon Handbooks) mit Abstand die meisten Informationen zu den meisten Sehenswürdigkeiten enthalten. Sie sind auch nicht entlang von Routen aufgebaut, sondern decken eher Stück für Stück das gesamte behandelte Gebiet ab.
Die Iwanowkis sind das Gegenteil, weil sie sehr strikt entlang der von ihnen vorgeschlagenen Routen aufgebaut sind. Dafür sind sie sehr angenehm zu lesen und enthalten mehr informative nette Nebenartikel, z.B. zu geschichtlichen oder geologischen Besonderheiten.
Der Grundmann ist finde ich ein Kompromiss aus beiden: Nicht so ausführlich und informativ wie die Lonely Planets (Ist aber ja auch nur ein Führer statt mehrerer spezieller) aber vollständiger als der Iwanowski (dafür nicht so schön zu lesen wie dieser).

Reisezeit

Ende März würde ich mit Diplomarbeit fertig werden. Nun wollte ich einerseits danach nicht zuviel Leerlauf haben, andererseits noch ein, zwei Wochen Puffer haben. Außerdem war mir mehrfach abgeraten worden, meine Route so früh im Frühjahr zu machen, weil man da in den diversen Gebirgen und insbesondere um Yellowstone noch mächtig Ärger mit Schnee haben kann, weil Facilities und Campgrounds noch geschlossen sind etc. pp. Dafür hat das Frühjahr aber den Vorteil, dass es an den meisten Touristenzielen noch nicht so voll ist.

Ich hab dann zwischen all dem, meinem Budget und dem was-will-ich-unbedingt-sehen abgewägt und meine Reisezeit auf fünf Wochen festgelegt und mich für Mitte April bis Ende Mai entschieden. Die frühe Variante also.

Flug und Mietwagen

Ursprünglich wollte ich nach San Francisco fliegen, aber dann kam Air India und hat mich mit einem Angebot für einen Flug nach Los Angeles für 398 Euro inklusive aller Steuern und Gebühren korrumpiert. Ungefähr 150 Euro weniger als der billigste Flug nach San Francisco. Und Direktflug! Naja, also ab nach LA...
Ein Nachteil der Geschichte ist, dass ich so nochmal eine gute Woche früher in Yellowstone sein würde. Hoffen wir mal, dass es dieses Jahr einen gnädigen Frühling gibt!

Den Flug habe ich übrigens über das Portal www.billiger-reisen.de bei www.traveltopia.de gebucht: 17.04.2002 bis 22.05.2002. Die genauen Reisedaten hab ich so gelegt, dass ich nicht gerade an einem Wochenende an einem der Haupttouriziele (Grand Canyon, Yellowstone, Yosemite, ...) ankomme.

Den Mietwagen habe ich ebenfalls über www.billiger-reisen.de gebucht. Bei www.drive-fti.de. Die Frösche waren 300 (!) Euro billiger als der große Konkurrent www.holidayautos.de. Oder anders ausgedrückt: Ich habe für 812 Euro bei drive-fti einen Midsize-Wagen bekommen. Economy (also zwei Stufen kleiner) bei holidayautos hätte 1005 Euronen gekostet! Manchmal verstehe ich die Marktwirtschaft nicht. Economy bei drive-fti hätte übrigens nur 700 Euro gekostet, aber ich dachte mir, dass ich schließlich verdammt lange in diesem Auto sitzen werde...

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